Donnerstag, Dezember 16, 2010

Die Konkurrenz

Wie der ein oder andere weiß, arbeite ich hier für die Uni. Ich mach größtenteils Schulbesuche oder fahre ins BIZ nach Deutschland um zu erzählen, wie toll meine Uni ist. Manchmal kann ich mich dann sogar noch mit Freunden treffen. Für das gleiche Deutschland-Promo-Team habe ich neulich die deutsche Studienbewerber-Website angepasst. Auch ganz nett. Warum erzähle ich das jetzt? Weil ich mit den gleichen Leuten Dienstag ein Meeting hatte.

In dem Meeting saß ich mit 3 Leuten, die mir was erzählten über einen Blog. Für diesen Blog soll ich schreiben, und zwar 2 Posts pro Woche, mit einem Arbeitsaufwand von 8 Stunden die Woche. Bezahlt. Ob ich das wollen würde? Und ob ich auch Lust hätte, den Stil dieses Blogges zu formen, neue (nicht-bezahlte Schreiber) einzuarbeiten und gleichzeitig Editor zu sein? Für Geld?
Achso, ich soll dann größtenteils über mich, mein Leben als deutsche Studentin in Utrecht, mein Studiengang und die Uni berichten. Aber nicht nur lobend, sondern authentisch.

Ich muss sagen, das war eine verflixt schwierige Entscheidung. Als mir dann noch klar wurde, dass ich mich für diesen Job nicht durch die Arbeit vorher qualifiziert habe, sondern durch einen Bloggercontest, den ich gewonnen habe und für den ich darüber hinaus noch einen iPod gewonnen habe... Nun. Da habe ich meine Seele verkauft.

Ich fange also an für Geld zu bloggen. Ich nagele meine Kreativität ans Kreuz, verkaufe meine Seele an die Uni, und finde es auch noch gut. So siehts aus. Najaaaa. Meine Seele bleibt intakt, den gerade dadurch, dass ich da echt rüberkomme, sollen Leute sich mit der Uni identifizieren, und auch hier studieren wollen. In alledem geht natürlich auch nicht meine Kreativität oder meine Freiheit flöten, sondern wird auch noch gefördert. Um so mehr Grund zur Freude!

Liebste Jungs & Mädels, mein Blog kriegt also Konkurrenz. Sobald der Link des neuen Blogs online ist, werde ich den hier posten. Und ihr seid alle herzlich dazu eingeladen, von Anfang an mit dabei zu sein! Yippie! Desweiteren möchte ich dann hiermit diesen Blog wiederbeleben, und zwar dann auch parallel schreiben mit dem neuen später. Denn ihr kennt ja schließlich die richtige, und nicht die Marketing-Sharon ;) Und jetzt wo ich wieder mehr im bloggen drin bin, solltet ihr diesen Blog ebenso im Auge behalten. I'm back!

Kleine Randnotiz: Ich war eine Weile lang interessiert an einem Nebenjob als Barista (also professionell Kaffee kochen, und richtig, richtig viel wissen über Kaffee) in einem hippen Laden, der noch nicht geöffnet hat. Sonntag habe ich gehört, dass das nicht klappt, weil die im ersten Jahr niemanden einstellen. Ich könnte aber in ner anderen Espressobar anfangen... Aber dafür lohnt sich für mich der Wechsel nicht, weil so ist mein Restaurant wo ich bisher arbeite auch echt okay. Und dann kriegte ich Dienstag dieses Angebot, und war völlig aus dem Häuschen! Stellt euch mal vor, ich hätte das mit dem Kaffeeladen 2 Wochen vorher gehört.... Das nenne ich mal Führung!

Dienstag, September 07, 2010

Geben.

Heute wartete ich in Duisburg am Bahnhof auf meinen Zug. Ein Obdachloser (?) kam zu mir mit einer dieser Straßenzeitungen, und wollte mir diese verkaufen. Ich will die Zeitungen nie, weil ich sie nicht lesen werde. Ich bat ihm aber an, ihm einen Kaffee zu kaufen. Daraufhin meinte er, er würde bei der Bahnhofsmission einen Kaffee und zwei Brötchen kriegen, dafür würde er jetzt sammeln. Ich daraufhin: dann will ich gerne mitlaufen, und dir das bezahlen.

Das wäre aber 5min hin und 5min zurück laufen. 

Die Zeit habe ich. (ich steh auf)

Nein, aber die Zeit hab ich nicht! Ich muss hier gleich mit dem Zug, das ist der einzige vernünftige Zug, ich muss hier doch Geld verdienen!

Tja, ich kann dir hier unten nen Kaffee kaufen, wenn du willst, oder eben nicht.

Nee! sagte der Bettler, und ging. Da frag ich mich, warum fühl ich mich danach noch schuldig? Und was wär in dieser Situation mit der Bibelstelle anzufangen "Wenn einer dich um ein xyz fragt, gib ihm das doppelte."? Muss ich so was unterstützen? Am liebsten würde ich mich mal gerne mit so jemand unterhalten, was das für eine Einstellung ist, dass er sauer sein kann auf Leute, die ihm Essen kaufen wollen. So oder so: ich habe mein Bestes getan. (?!)


Und doch kommt mir der Gedanke: wer bin ich, dass ich dadrüber urteilen darf, wofür er sein Geld ausgibt? Andererseits: ich gebe auch nicht das Geld anderer Leute aus. Mit anderen Worten: wer selbstständig ist, kann halt auch selbstständig entscheiden wofür er Geld ausgibt.

Wirscher Post, I guess. Aber vielleicht versteht ihr jetzt, was für Schwierigkeiten ich mit Bettlern habe. Der letzte Straßenzeitungsverkäufer dem ich essen kaufen wollte, sprach kein Wort holländisch sondern nur polnisch und wollte daher auch nicht verstehen, auf welche Art und Weise ich ihm helfen wollte. (ich fing an mit Händen und Füßen, er winkte nur ab und gestikulierte ich solle doch jetzt einfach einkaufen gehen. Tja.)

So viel Lebenszeichen für heute dann mal wieder von mir!

Mittwoch, Juni 30, 2010

Freitag, Juni 25, 2010

Veränderungen.

Every body continues in its state of rest,

or of uniform motion in a right line,

unless it is compelled to change that state

by forces impressed upon it. 

(Isaac Newton)

Mittwoch, Juni 23, 2010

Fair.

Das hier wird mal wieder ein seelischer "Lassen wir die Hosen doch mal runter"-Post. 

Also erstmal zum Anfang: Boah, sind Gefühle scheiße! Echt ma. Nervig!

Vielleicht bin ich alleine mit dem Syndrom, was ich jetzt beschreiben werde, aber ich könnte mir vorstellen, dass zumindest Leute mit Geschwistern sich angesprochen fühlen. 

Mir gehts um Fairness und die Gefühle, die damit verknüpft sind. Wie vermutlich jeder weiß, habe ich eine Mitbewohnerin. Und da ich mich nicht im Kindergarten befinde, gibt es nicht für alles Regeln, sondern eine große Grauzone. Meine Grauzone funktioniert normal so: ich denke nicht in "alles ehrlich verteilen" sondern ich gebe gerne. Sprich, wenn da Abwasch steht, dann denke ich nicht "es wäre fair, wenn ich nur meine Gabel spüle", sondern dann spüle ich (meistens gerne) alles. Und selbst wenn ich mal keinen Bock habe, habe ich immer noch nicht genug Mut die Hälfte stehen zu lassen. Weil ich denke, hey, vielleicht geb ich jetzt mal mehr, aber es gibt mit Sicherheit genug Situationen, wo's mal umgekehrt sein wird. Diese Einstellung und dieses Prinzip funktioniert bei relativ lange gut, wenn die Beziehung in Takt ist und ich zumindest ab und zu das Gefühl habe, etwas zurück zu kriegen. 

Wenn ich dann aber mal nach Hause komme, und feststelle, dass tatsächlich meine Sachen nicht abgewaschen wurden, dass ich doch immer die bin, die gibt, und es sich doch nicht automatisch ausgleicht, dann fühle ich mich auf einmal sehr übergangen und denke "das ist nicht fair!". 

Macht das Sinn? Nicht so richtig. Weil der andere hat ja nie drum gebeten, dass ich bestimmte Sachen immer mache. Also kann ich nicht sagen "Du hast das und das nicht gemacht, das ist nicht fair!". Weil der andere verhält sich ja komplett 'fair'. 

Nur war meine Erkenntnis heute, dass ich mich trotzdem verletzt fühlen kann. Dass ich doch irgendwann (unbewusst) was zurück erwarte. Nur hab ich dann wenig 'Recht' mich zu beschweren. 

Und jetzt kommt der Clou. Zwischenmenschliche Beziehungen gehen gar nicht um fair, recht und ehrlich verteilen. Manchmal trägt man den anderen, und wenn man Glück hat trägt der andere einen dann auch, aber das ist nicht automatisch die Konsequenz. Und genau so funktionieren Emotionen nicht nach Formeln. Es gibt kein richtiges Gefühl, kein Gefühl, auf das man recht hat, oder eben nicht. Gefühle (diese kleinen Monster) sind einfach da, und wollen ernst genommen werden (und wenn man's nicht tut, dann fangen sie an, einen langsam von innen auf zu fressen. Jaaahaa!). 

Schwarz auf weiß heißt das: ja, ich bin böse, dass du meine Sachen nicht abwäschst; nein, ich habe kein Recht dazu, und ja, ich bin aber trotzdem böse. Meine Fresse. 

Ich mag ja doch mehr Logik. (Und nein, es geht nicht nur um Abwasch, ich hab ganz viele dieser  Sachen. Das ist nur ein illustrierendes Beispiel.) Und, wer traut sich jetzt zu sagen, dass du das Gefühl kennst? 

Dienstag, Juni 22, 2010

Ok, liegt es an mir oder gibt es so viel andere Gründe???















Übrigens zum Thema Vertrauen und Holland und so. Meine Mitbewohnerin hat ihren Laptop in der Bibliothek stehen lassen (im Rucksack neben dem Tisch) weil sie kurz essen holen gegangen ist. Ratet, was passiert ist.

Samstag, Juni 05, 2010

Kulturunterschied? Oder Leichtsinnigkeit vs Paranoide?

Mir ist mal wieder was aufgefallen. Jaja. Nein, also es ist mir schon lange aufgefallen, aber ich hab es noch nie zu Wort gebracht, schätze ich. 

Holländer vertrauen schneller. Im Zug wird man schnell mal gefragt, ob man auf die Tasche aufpassen will während der andere auf Klo geht. Als wäre ich nicht fähig die Tasche zu klauen. In der Uni steht man in der Pause auf, lässt alles liegen (auch im Hörsaal) und geht Kaffee holen oder so. Man lässt Sachen in der Fahrradtasche, das Auto unabgeschlossen vorm Haus (also bei meinen Eltern zumindest..) und die Hintertür bleibt auch auf, wenn man mal kurz weg ist. 

Ich weiß nicht, ob man im Ruhrgebiet einfach weniger vertraut aber ich traue mich noch nicht mals meine Hintertür 5 Minuten offen zu lassen, wenn ich kurz zum Laden gehe. Ichhabe Probleme damit meine Tasche unbeaufsichtigt (oder unter der Aufsicht von Fremden) im Zug liegen zu lassen. 

Dann fiel mir aber ein weiteres Beispiel auf: hier quatscht man viel eher einfach mit Leuten die man nicht kennt. Sowieso grüßt man eher Leute, die man nicht kennt, Typen fragen mich auf der Straße wie's mir geht, und gestern setzte sich ein Typ zu Femke und mir als wir am Rand vom See saßen und schwimmen wollten. Im Endeffekt hat der dann mit uns geschwommen. 

Im Ruhrgebiet würde ich das nicht so schnell machen, irgendwie ist es doch immer ein bisschen komisch, einfach so mit jemand auf der Straße zu reden, oder? Oder liegt das an mir? Ich hatte die Theorie, dass das vielleicht daran liegt, dass wir in Deutschland verlernt haben unseren Mitmenschen zu vertrauen. Das ist jetzt eine sehr weit hergeholte Theorie, aber könnte es mit der Stasi zu tun haben, und dass im 2ten Weltkrieg jeder jeden verpfiffen hat? Oder ist das ein absurder Gedanke? 
Da würd ich gern eure Meinung zu hören. Und vielleicht seh ich das ganze auch zu Schwarz-Weiß und ihr unterhaltet euch ständig mit Leuten auf der Straße? 

Ich bin gespannt :) Sonnige Grüße aus der Hängematte im Garten!

Donnerstag, Mai 06, 2010

How much I love books.

Bruno?

Yes?

Isn't it good to be alive?

No thank you, I don't want to buy anything. 

I'm not trying to sell you anything! It's Leo! Listen. I was sitting here drinking a coffee in Starbucks and suddenly it hit me.

Who hit you?

Ach, listen! It hit me how good it is to be alive. Alive! And I wanted to tell you. Do you understand what I'm saying? I'm saying life is a thing of beauty, Bruno. A thing of beauty and a joy forever. 

There was a pause.

Sure, whatever you say Leo. Life is a beauty.

And a joy forever, I said.

All right, Bruno said. And a joy.

I waited.

Forever.

I was about to hang up when Bruno said, Leo?

Yes?

Did you mean human life?



Mittwoch, April 21, 2010

Schöner Tag





Zur Zeit hab ich eigentlich "frei", für 2 Wochen nichts. Bis auf... meine 2 Reportagen, die beide 5 Minuten dauern müssen. Inklusive Interviews selbst aufnehmen, Sachen schneiden und Einleitung einsprechen (im Studio). Das alles war für das Fach Campusradio, anstatt von einer Klausur. 

Das schöne ist, dass ich heute das ganze fertig gemacht hab, und zwar ohne Deadline (normalerweise brauche ich Zeitdruck ;) und das war ein ziemlich gutes Gefühl! Ich hoffe die Note ist auch gut. Das beinhaltet aber auch, dass ich bis Montag außer ein paar Texte zu lesen nichts zu tun hab! Was heißt, dass ich morgen den Garten endlich auf Vordermann (oder so ähnlich) bringen kann, und dann nach Zeeland. Hurray! Also guter Tag.


Gute Woche. Weil letztes Wochenende war Brawl-Fest (Hardcoreshow), wo Tobi M. mit seinem Bruder und nem Freund da war. Davor war Sara da, was auch echt cool war. Wir haben sogar Touri-Ausflüge gemacht. Zum Beispiel zum Keukenhof, einer der größten Blumengärten. Und wir waren am Strand. Und Sara war zum allerersten Mal in Amsterdam.





































Und wenn ich so "in die Zukunft schaue", sehe ich ein Mumford&Sons Konzert, was mit Sicherheit großartig wird, den 16ten Geburtstag meiner Schwester, und Frühling. Was natürlich das Synonym für endlich vernünftiges Wetter und erste Grillparties ist. 

Schlussfolgerung: Gutes Leben! :) Living the good life. 
Und bei euch so? 

Mittwoch, April 07, 2010

die fabelhafte Sharoony

Liebe Leute,

da meld ich mich mal wieder. 

Gestern abend im Bett sind mir ungefähr 5 verschiedene Post-Themen eingefallen, und ich hatte vor 5 Posts zu machen. Grad fällt mir nur noch ein, dass ich auf jeden Fall ein Foto von diesem Shirt machen wollte. Denn es passt ja so schön zum Blogtitel. Hab ich übrigens von meinen Eltern gekriegt, zu Ostern, in einer Box mit dem dazugehörigen Film.


So. Und sonst so, das Leben. 

Ähm. Da fallen mir spontan 3 Punkte ein (soll ich da jetzt 3 Posts drauß machen? Nein. Die Faulheit siegt.).


Numero Uno.

Vielleicht hatte ich das Thema auch schon mal. Radikalität. Gestern war mal wieder Dienstag, was bei mir heißt: Treffen der Jesus Freaks. Dieses Mal zum ersten Mal in mi casa, weil mi casa e su casa. Jaja. Jedenfalls ging es um ein Buch, von Shane Claiborne. Der Typ scheint relativ radikal Christsein zu leben, und der Grundgedanke des Abends wurde also: was wenn Jesus das wirklich alles so wörtlich gemeint hat? Was wenn wir doch all unsere Sachen verkaufen sollen wie der "reiche Jüngling"? Wir haben reichlich dadrüber diskutiert, sind im Grunde auch nicht zu einem Fazit gekommen, außer dass der Zehnte wohl sehr wörtlich gemeint ist und auch auf Geld bezogen ist und nicht auf Zeit o.ä. Und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir sowieso mehr machen wollen für unseren Nächsten. 

Aber das ist grad so meine Frage: Wie radikal sollen wir sein? Jesus war ja schon sehr radikal. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass das ein Fass ohne Boden ist, dass ich das "nie schaffen" werde und immer so leben werde, dass ich das doch nie so gut hinkrieg. Soll man dann die ganze Zeit mit nem Schuldgefühl leben? Kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Ich hör gern deine Meinung dazu!


Numero Due.

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?  Hab ich überhaupt die Talente, die ich dachte zu haben? Meine Oma fragt mich immer wieder: "Was machst du denn dann für einen Beruf, wenn du fertig mit Studieren bist?" Zur Zeit ist meine Antwort: Ich finde Journalismus und Kommunikation interessant. Und das ist auch so. Ich schreibe total gerne Texte, auch wenn ich den Blog die letzte Zeit etwas vernachlässigt habe. Als Robert und ich die Hochzeitszeitung gemacht haben und Robert grad gefragt hatte, wer den Text geschrieben hat und dann meinte, man könnte so erkennen, dass ich den geschrieben hab, war das ein großes Kompliment für mich. Ich mag Sprache, und ich mag es mit Sprache zu arbeiten. Ich würde gerne bei einer Zeitschrift arbeiten. Also ja, Journalismus. 

Aber ich mache seit 2 Monaten ein Mal pro Woche Campusradio. Und klar sag ich ständig "jaa, totaaal cool, macht echt Spaß!" wenn Leute sagen, wie cool das ist. Aber irgendwie fühl' ich mich da nicht so wohl. Ich rufe nicht gerne Leute an, die ich nicht kenne, nur um denen ne Geschichte aus der Nase ziehen zu können. Ich geh nicht gerne in die Stadt und spreche wildfremde Leute an und frag sie, was sie von der Ernährungsampel halten. Ok, wenn ich wirklich voll in Aktion bin, macht es ein bisschen Spaß, ich geb's zu. Eigentlich sogar viel. Aber trotzdem denke ich immer wieder "Oh nein, nicht schon wieder Campusradio! Ich kann das doch garnicht!". Bin ich mit dieser Einstellung nicht völlig falsch für Journalismus? Sind das nicht alles geleckte, wortgewandte Typen, die total gut im "networking" sind und immer genug Leute kennen? Bin ich so hypersozial, kann ich networken (ich weiß, im Deutschen ist das kein Wort. Aber ihr wisst was ich meine!), überzeuge ich Leute? Das ist grad meine kleine persönliche Krise. Aber es gibt ja nichts, was man nicht verdrängen könnte. 


Numero tre. 

Außer meinen ganzen Zweifeln und dem ganzen Hinterfragen gehts mir natüüüürlich gut. Wirklich. Haha, jetzt klingt das doppelt unaufrichtig oder ironisch. Nein, mir gehts wirklich gut. Mich besuchen überraschend viele Leute, was cool ist. Also aus Deutschland mein ich. Aus Holland auch, aber das tut ja nich zur Sache. Ich vermisse Bochum ein bisschen und überlege in den nächsten Wochen vielleicht mal vorbei zu starten. Mal gucken, wie sich das mit meinen anderen sozialen Verpflichtungen arrangieren lässt. 

Sowieso wird ein Besuch in Utrecht immer lohnenswerter. Femke und ich planen im Sommer ein Planschbecken in den Garten zu stellen und eine Poolparty zu machen. Ich hab gestern zum ersten Mal in meinem Leben Gartenarbeit betrieben. Das heißt, bald sieht unser Garten vielleicht auch mal nach was aus. Ich hab sogar Rasen-Samen gekauft! Und Gartenhandschuhe. (Besorgniserweckend!) Und es wird Hängematten geben. Gegrillt wird sowieso. Sommer, wir kommen! Also. Meine Aufmerksamkeit nimmt grad ab, aber ich hab endlich mal wieder was geschrieben. Yippie! Schüss. 

Dienstag, März 16, 2010

255ter Post

.....und ich fange an mich zu fragen, für wen ich noch blogge.


Wer liest das noch?

Und wenn, was wollt ihr hören? 

und wer jetzt sagt, ich soll für mich selbst schreiben, der kann sich diesen kommentar sparen. ich brauch den blog nicht für mich selbst, dafür hab ich ein tagebuch. also, traut euch und hebt die hand, hier ist dienstleistung pur!

Mittwoch, Februar 17, 2010

Na, wenn das mal nicht vertrauenswürdig ist!!


Die reparieren meine externe Festplatte bestimmt gut. Bei der Wortbestätigung...



Dienstag, Februar 09, 2010

Februar.

Was für ein Monat!

Man gewöhnt sich langsam daran, dass es 2010 ist, der Alltag hat einen wieder fest im Griff und die Feiertage sind längst vergessen. Der Satz "2010 kann alles" wird immer weniger gerufen, die Realität hat zugeschlagen. 

Was der Februar für mich bedeutet? Dass der Frühling immer näher rückt. Mir aber trotzdem noch unglaublich kalt ist. Dass ein neuer Lebensabschnitt jetzt offiziell anfängt. Zum ersten Mal in meinem Leben lösen wir einen Haushalt auf. Eine richtige Abschiedsparty. Irgendwie surreal. Ist das 2010? Das Jahr, in dem alles anders wird?!

Zum ersten Mal mache ich Radio. Statt einem Seminar darf ich diesen Block (oder dieses Tetramester) Radioreportagen machen. Endlich mal was praktisches. Aber auch ganz schön spannend, ich alleine mit einem Rekorder in Rotterdam, um den Erfinder des "Sustainable Dance Floor"s zu interviewen. Bin gespannt, sehr sogar. Morgen ist es soweit, meine erste eigene Reportage. Aber macht schon Spaß irgendwo anzurufen und zu sagen "Guten Tag, Sharon vom CampusRadio Utrecht!... Wir wollen gerne über Ihre Firma berichten.."

2010. Schon wieder mehr als ein Zehntel rum. Ich bin gespannt, was es bringt. Was hat sich bisher bei euch getan? 

Samstag, Januar 16, 2010

Samstag, Januar 09, 2010

Schaatsen





Oder zu deutsch: Schlittschuhlaufen. Vielleicht liegt es daran, dass die Holländer von Grund auf viel mit Wasser zu tun haben. Vielleicht ist es auch nur so eine Versessenheit. Aber Holländer sind verrückt auf Schlittschuhlaufen. Nicht nur der "Klischeeholländer" mit Haus, Auto, Kind. Auch die ganzen Freaks hier, die Leute in meinem Alter. Und ich spreche hier nicht von "och wir drehen mal 3 Ründchen im Schloßpark und dann gehen wir schnell wieder irgendwo heißen Kakao trinken". Hier ist das eine Leidenschaft, ein Nationalsport. Man guckt es sich im Fernsehen an und man geht natürlich, sobald es das Wetter erlaubt, selbst schlittschuhlaufen. Dafür gibt es dann extra eine "Schaatskaart" - richtig, eine Karte, die anzeigt, wo schon schlittschuh gelaufen werden kann. Und zwar nicht irgendwie so, auf nem Marktplatz wie in Essen in der City, neeeein. Wir brauchen Natureis. Und wir laufen auch nur Schlittschuh auf schönem Natureis. Das durch Schlittschuhlauf-Vereinen schneefrei gemacht wird. Und dann, dann gehen wir - 25km, 60km, gestern berichtete ein Freund das er Lust hat bei einem Wettbewerb mit 100km mitzumachen. Verrückt!!

Dabei scheint es besonders wichtig zu sein, was für Schlittschuhe man hat. Es gibt so lange, komische, ich glaub die gibt's garnicht in Deutschland. 

Heute werde ich mich dann mal dem ganzen stellen, und zwar in einem Dorf, wo viele Freundinnen von mir herkommen. Ich bin gespannt, wie es wird. Vor allem, weil hier in den Medien die ganze Zeit vor extremem Wetter gewarnt wird. Achso. Was ich bei diesem ganzen kulturellem Exkurs nicht vergessen darf: bisher 15x gab es die "Elfstedentocht": also eine Elfstädtetour, wo Leute dann 200km auf Natureis durch 11 Städte schlittschuh gelaufen sind. Und wenn man Holland mal so anguckt, ist das quasi quer durchs Land (auch wenn die Route im Norden ein Kreis ist). Das ist so ein besonders, dass so ein langes Stück eingrfroren ist, dass jedes Jahr wieder dadrauf gehofft wird, dass das möglich ist. Dieses Jahr kam sogar ein Film "De Hel van 63" (also die Hölle von 63) raus, der total tiefgehend sein soll, weil da die Umstände total krass waren (Schneesturm, sehr kalt) und nur 1% am Ziel angekommen ist.

Und noch etwas das mich schmunzeln lies, waren die angeratenen Vorsichtsmaßnahmen für heute (weil es -15°C werden soll). Natürlich standen da Sachen wie nach Zwiebelprinzip anziehen, Baumwolle meiden, aber auch Essen mitnehmen, und es wird angeraten Pfannekuchen mitzunehmen, weil die im Gegensatz zu Broten nicht einfrieren. Da musste ich dann doch grinsen ;)


Also. Ik ga nu schaatsen, und wer demnächst mal vorbei kommt: überlegt euch das - wir könnten schlittschuhlaufen gehen :)

Donnerstag, Dezember 24, 2009

250ter Post

Guten Abend, meine liebe Leserschaft!

Das hier ist mein 250ter Post. Wollt ich nur mal so erwähnen. 

Mir gehts sehr gut hier. Mein Sozialleben läuft auf vollen Touren, die letzten paar Tage waren echt cool! Wir haben mit den Freaks ein Weihnachtsessen gemacht, inklusive Schneeballschlacht und Feuerkorb draußen. Grad komm ich von einem Abend gemütlich kochen mit nem Freund, nem Abstecher in die Fabrik (wo Freunde geprobt haben) und einem Spontanüberfall-Besuch bei ner Freundin, wo wir dann den Abend noch gemütlich Spiele spielend verbracht haben. 

Pedro muss leider wieder gehen. Femke ist nicht allergisch, aber trotzdem hab ich nach langem Überlegen festgestellt, dass das eine Mal, wo ich auf Vernünftig sein scheißen wollte, wohl doch nicht so vernünftig war. Find ich doof, aber lernt man angeblich auch wieder von.


Weihnachten ohne Geschenke ist sehr entspannt. Morgen fahr ich nach Zeeland, yippie-a-yeah! Und wir essen Käsefondue. Aber nicht, weil nur meine Eltern auf dem Bio-Fleisch-Trip sind. Nein, ich mittlerweile auch. Bio & Fairtrade. So 'ne Debatte verändert doch sehr viel im Denken. (Und das bei vielen Freunden von mir, wir haben sogar n Abend bei den Freaks über wie wir "Besser leben" können gemacht.)


Ich fühl mich alles in allem grad mal wieder völlig am richtigen Platz. Und das ist sehr schön so!

Ich wünsche euch ein unglaublich schönes Weihnachtsfest, mit den liebsten Menschen um euch rum. Und ich wünsche euch gute Sylvester-Parties, denn man muss schließlich auch feiern, dass man am Leben ist, und wieder ein Jahr hinter sich gebracht hat! Fühlt euch gedrückt.


Samstag, Dezember 19, 2009

Nachtspaziergang

Ich hab grad total Lust, einen Nachtspaziergang durch den Schnee zu machen. Weil das nicht so ne schlaue Idee ist alleine, mache ich einen mit euch. Mit Hilfe von Flickr-Fotos. Enjoy! 

Freitag, Dezember 18, 2009

kräsi!

Dass Holländer ein bisschen lauffaul sind, ist ja nix neues. Jeder Abstand, der die 100m übersteigt, wird mit dem Fahrrad bewältigt. Fand ich auch alles legitim, hab mich dem auch gebeugt. Ebenso hab ich angefangen, alle möglichen Gegenstände auf Fahrrädern zu transportieren, wie sich das gehört. Von Bierkasten, über Gardinenstange, bis halt zu Freunden, die auf's fahrende Fahrrad aufspringen. Alles kein Ding.


Jetzt liegt hier aber seit 2 Tagen Schnee. Und da ich nicht unbedingt an einer Hauptverkehrsstraße wohne, liegt hier jetzt nach 2 Tagen immer noch Schnee. Auf der Straße und auf dem Bürgersteig. Der ist jetzt schön platt getrampelt und glatt. Logisch.

Logisch würde ich auch finden, dass man dann nicht mit dem Fahrrad fährt. Ich mein, maaaal kann man ja mal laufen, und lieber laufen als hinfallen, würde man meinen, oder?! Das Gegenteil ist der Fall. Gut, schwer beladene Fahrräder seh ich nicht mehr. Aber genug Leute, die sich samt Fahrrad langlegen (inklusive mir, meiner Mitbewohnerin und ein paar Mädels gestern abend).

Ich will mich ja anpassen, und ich muss sagen, ich mach es auch, aber ein bisschen bescheuert ist es doch, oder? Vorsichtig über's Glatteis fahren, statt zu laufen. Pff. Jetzt wisst ihr Bescheid: die spinnen, die Holländer. Kräsi!