Mittwoch, Juni 30, 2010

Freitag, Juni 25, 2010

Veränderungen.

Every body continues in its state of rest,

or of uniform motion in a right line,

unless it is compelled to change that state

by forces impressed upon it. 

(Isaac Newton)

Mittwoch, Juni 23, 2010

Fair.

Das hier wird mal wieder ein seelischer "Lassen wir die Hosen doch mal runter"-Post. 

Also erstmal zum Anfang: Boah, sind Gefühle scheiße! Echt ma. Nervig!

Vielleicht bin ich alleine mit dem Syndrom, was ich jetzt beschreiben werde, aber ich könnte mir vorstellen, dass zumindest Leute mit Geschwistern sich angesprochen fühlen. 

Mir gehts um Fairness und die Gefühle, die damit verknüpft sind. Wie vermutlich jeder weiß, habe ich eine Mitbewohnerin. Und da ich mich nicht im Kindergarten befinde, gibt es nicht für alles Regeln, sondern eine große Grauzone. Meine Grauzone funktioniert normal so: ich denke nicht in "alles ehrlich verteilen" sondern ich gebe gerne. Sprich, wenn da Abwasch steht, dann denke ich nicht "es wäre fair, wenn ich nur meine Gabel spüle", sondern dann spüle ich (meistens gerne) alles. Und selbst wenn ich mal keinen Bock habe, habe ich immer noch nicht genug Mut die Hälfte stehen zu lassen. Weil ich denke, hey, vielleicht geb ich jetzt mal mehr, aber es gibt mit Sicherheit genug Situationen, wo's mal umgekehrt sein wird. Diese Einstellung und dieses Prinzip funktioniert bei relativ lange gut, wenn die Beziehung in Takt ist und ich zumindest ab und zu das Gefühl habe, etwas zurück zu kriegen. 

Wenn ich dann aber mal nach Hause komme, und feststelle, dass tatsächlich meine Sachen nicht abgewaschen wurden, dass ich doch immer die bin, die gibt, und es sich doch nicht automatisch ausgleicht, dann fühle ich mich auf einmal sehr übergangen und denke "das ist nicht fair!". 

Macht das Sinn? Nicht so richtig. Weil der andere hat ja nie drum gebeten, dass ich bestimmte Sachen immer mache. Also kann ich nicht sagen "Du hast das und das nicht gemacht, das ist nicht fair!". Weil der andere verhält sich ja komplett 'fair'. 

Nur war meine Erkenntnis heute, dass ich mich trotzdem verletzt fühlen kann. Dass ich doch irgendwann (unbewusst) was zurück erwarte. Nur hab ich dann wenig 'Recht' mich zu beschweren. 

Und jetzt kommt der Clou. Zwischenmenschliche Beziehungen gehen gar nicht um fair, recht und ehrlich verteilen. Manchmal trägt man den anderen, und wenn man Glück hat trägt der andere einen dann auch, aber das ist nicht automatisch die Konsequenz. Und genau so funktionieren Emotionen nicht nach Formeln. Es gibt kein richtiges Gefühl, kein Gefühl, auf das man recht hat, oder eben nicht. Gefühle (diese kleinen Monster) sind einfach da, und wollen ernst genommen werden (und wenn man's nicht tut, dann fangen sie an, einen langsam von innen auf zu fressen. Jaaahaa!). 

Schwarz auf weiß heißt das: ja, ich bin böse, dass du meine Sachen nicht abwäschst; nein, ich habe kein Recht dazu, und ja, ich bin aber trotzdem böse. Meine Fresse. 

Ich mag ja doch mehr Logik. (Und nein, es geht nicht nur um Abwasch, ich hab ganz viele dieser  Sachen. Das ist nur ein illustrierendes Beispiel.) Und, wer traut sich jetzt zu sagen, dass du das Gefühl kennst? 

Dienstag, Juni 22, 2010

Ok, liegt es an mir oder gibt es so viel andere Gründe???















Übrigens zum Thema Vertrauen und Holland und so. Meine Mitbewohnerin hat ihren Laptop in der Bibliothek stehen lassen (im Rucksack neben dem Tisch) weil sie kurz essen holen gegangen ist. Ratet, was passiert ist.

Samstag, Juni 05, 2010

Kulturunterschied? Oder Leichtsinnigkeit vs Paranoide?

Mir ist mal wieder was aufgefallen. Jaja. Nein, also es ist mir schon lange aufgefallen, aber ich hab es noch nie zu Wort gebracht, schätze ich. 

Holländer vertrauen schneller. Im Zug wird man schnell mal gefragt, ob man auf die Tasche aufpassen will während der andere auf Klo geht. Als wäre ich nicht fähig die Tasche zu klauen. In der Uni steht man in der Pause auf, lässt alles liegen (auch im Hörsaal) und geht Kaffee holen oder so. Man lässt Sachen in der Fahrradtasche, das Auto unabgeschlossen vorm Haus (also bei meinen Eltern zumindest..) und die Hintertür bleibt auch auf, wenn man mal kurz weg ist. 

Ich weiß nicht, ob man im Ruhrgebiet einfach weniger vertraut aber ich traue mich noch nicht mals meine Hintertür 5 Minuten offen zu lassen, wenn ich kurz zum Laden gehe. Ichhabe Probleme damit meine Tasche unbeaufsichtigt (oder unter der Aufsicht von Fremden) im Zug liegen zu lassen. 

Dann fiel mir aber ein weiteres Beispiel auf: hier quatscht man viel eher einfach mit Leuten die man nicht kennt. Sowieso grüßt man eher Leute, die man nicht kennt, Typen fragen mich auf der Straße wie's mir geht, und gestern setzte sich ein Typ zu Femke und mir als wir am Rand vom See saßen und schwimmen wollten. Im Endeffekt hat der dann mit uns geschwommen. 

Im Ruhrgebiet würde ich das nicht so schnell machen, irgendwie ist es doch immer ein bisschen komisch, einfach so mit jemand auf der Straße zu reden, oder? Oder liegt das an mir? Ich hatte die Theorie, dass das vielleicht daran liegt, dass wir in Deutschland verlernt haben unseren Mitmenschen zu vertrauen. Das ist jetzt eine sehr weit hergeholte Theorie, aber könnte es mit der Stasi zu tun haben, und dass im 2ten Weltkrieg jeder jeden verpfiffen hat? Oder ist das ein absurder Gedanke? 
Da würd ich gern eure Meinung zu hören. Und vielleicht seh ich das ganze auch zu Schwarz-Weiß und ihr unterhaltet euch ständig mit Leuten auf der Straße? 

Ich bin gespannt :) Sonnige Grüße aus der Hängematte im Garten!