da meld ich mich mal wieder.
Gestern abend im Bett sind mir ungefähr 5 verschiedene Post-Themen eingefallen, und ich hatte vor 5 Posts zu machen. Grad fällt mir nur noch ein, dass ich auf jeden Fall ein Foto von diesem Shirt machen wollte. Denn es passt ja so schön zum Blogtitel. Hab ich übrigens von meinen Eltern gekriegt, zu Ostern, in einer Box mit dem dazugehörigen Film.
So. Und sonst so, das Leben.
Ähm. Da fallen mir spontan 3 Punkte ein (soll ich da jetzt 3 Posts drauß machen? Nein. Die Faulheit siegt.).
Numero Uno.
Vielleicht hatte ich das Thema auch schon mal. Radikalität. Gestern war mal wieder Dienstag, was bei mir heißt: Treffen der Jesus Freaks. Dieses Mal zum ersten Mal in mi casa, weil mi casa e su casa. Jaja. Jedenfalls ging es um ein Buch, von Shane Claiborne. Der Typ scheint relativ radikal Christsein zu leben, und der Grundgedanke des Abends wurde also: was wenn Jesus das wirklich alles so wörtlich gemeint hat? Was wenn wir doch all unsere Sachen verkaufen sollen wie der "reiche Jüngling"? Wir haben reichlich dadrüber diskutiert, sind im Grunde auch nicht zu einem Fazit gekommen, außer dass der Zehnte wohl sehr wörtlich gemeint ist und auch auf Geld bezogen ist und nicht auf Zeit o.ä. Und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir sowieso mehr machen wollen für unseren Nächsten.
Aber das ist grad so meine Frage: Wie radikal sollen wir sein? Jesus war ja schon sehr radikal. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass das ein Fass ohne Boden ist, dass ich das "nie schaffen" werde und immer so leben werde, dass ich das doch nie so gut hinkrieg. Soll man dann die ganze Zeit mit nem Schuldgefühl leben? Kann ich mir auch nicht so richtig vorstellen. Ich hör gern deine Meinung dazu!
Numero Due.
Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Hab ich überhaupt die Talente, die ich dachte zu haben? Meine Oma fragt mich immer wieder: "Was machst du denn dann für einen Beruf, wenn du fertig mit Studieren bist?" Zur Zeit ist meine Antwort: Ich finde Journalismus und Kommunikation interessant. Und das ist auch so. Ich schreibe total gerne Texte, auch wenn ich den Blog die letzte Zeit etwas vernachlässigt habe. Als Robert und ich die Hochzeitszeitung gemacht haben und Robert grad gefragt hatte, wer den Text geschrieben hat und dann meinte, man könnte so erkennen, dass ich den geschrieben hab, war das ein großes Kompliment für mich. Ich mag Sprache, und ich mag es mit Sprache zu arbeiten. Ich würde gerne bei einer Zeitschrift arbeiten. Also ja, Journalismus.
Aber ich mache seit 2 Monaten ein Mal pro Woche Campusradio. Und klar sag ich ständig "jaa, totaaal cool, macht echt Spaß!" wenn Leute sagen, wie cool das ist. Aber irgendwie fühl' ich mich da nicht so wohl. Ich rufe nicht gerne Leute an, die ich nicht kenne, nur um denen ne Geschichte aus der Nase ziehen zu können. Ich geh nicht gerne in die Stadt und spreche wildfremde Leute an und frag sie, was sie von der Ernährungsampel halten. Ok, wenn ich wirklich voll in Aktion bin, macht es ein bisschen Spaß, ich geb's zu. Eigentlich sogar viel. Aber trotzdem denke ich immer wieder "Oh nein, nicht schon wieder Campusradio! Ich kann das doch garnicht!". Bin ich mit dieser Einstellung nicht völlig falsch für Journalismus? Sind das nicht alles geleckte, wortgewandte Typen, die total gut im "networking" sind und immer genug Leute kennen? Bin ich so hypersozial, kann ich networken (ich weiß, im Deutschen ist das kein Wort. Aber ihr wisst was ich meine!), überzeuge ich Leute? Das ist grad meine kleine persönliche Krise. Aber es gibt ja nichts, was man nicht verdrängen könnte.
Numero tre.
Außer meinen ganzen Zweifeln und dem ganzen Hinterfragen gehts mir natüüüürlich gut. Wirklich. Haha, jetzt klingt das doppelt unaufrichtig oder ironisch. Nein, mir gehts wirklich gut. Mich besuchen überraschend viele Leute, was cool ist. Also aus Deutschland mein ich. Aus Holland auch, aber das tut ja nich zur Sache. Ich vermisse Bochum ein bisschen und überlege in den nächsten Wochen vielleicht mal vorbei zu starten. Mal gucken, wie sich das mit meinen anderen sozialen Verpflichtungen arrangieren lässt.
Sowieso wird ein Besuch in Utrecht immer lohnenswerter. Femke und ich planen im Sommer ein Planschbecken in den Garten zu stellen und eine Poolparty zu machen. Ich hab gestern zum ersten Mal in meinem Leben Gartenarbeit betrieben. Das heißt, bald sieht unser Garten vielleicht auch mal nach was aus. Ich hab sogar Rasen-Samen gekauft! Und Gartenhandschuhe. (Besorgniserweckend!) Und es wird Hängematten geben. Gegrillt wird sowieso. Sommer, wir kommen! Also. Meine Aufmerksamkeit nimmt grad ab, aber ich hab endlich mal wieder was geschrieben. Yippie! Schüss.
3 Kommentare:
und andré hat sich schon so darauf gefreut, das nächste mal, wenn wir bei dir sind, den garten zu bearbeiten :-)
ja, und komm uns ganz bald besuchen!
naja der garten ist weit davon entfernt fertig zu sein ;)
die bücher vom Shane Claiborne sind sehr zu empfehlen. Hab schon 2 davon gelesen! so sollte man leben! mehr auch auf der Hp von seiner community: www.thesimpleway.org
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