Die Überschrift fiel mir heute mittag ein, als ich einen ewig langen Text las. Ich weiß noch ganz genau, dass ich mir was dabei gedacht hatte. Aber was?!
Ich wollte mal wieder was von mir hören lassen. Bin ja schon wieder eine Weile untergetaucht, im weiten Westen. Es geht mir gut. Ich lerne irgendwie zur Zeit viel. Nicht nur über William Wordsworth, von dem ich heute gefühlte 1000 Seiten gelesen habe, sondern auch über mich selbst, über dass einerseits mehr in meiner Hand liegt, als ich glaube und andererseits jemand anders, höheres, dem Ganzen mehr Kraft und Schwung gibt.
Ich durfte feststellen, dass man auch mal gnädig mit sich selbst sein muss, weil man sich sonst immer schlecht fühlen wird. Vor allem wenn man mit Amerikanern Englisch spricht, und sich selbst keinen einzigen Fehler zugesteht und völlig enttäuscht ist, wenn man dann stammelt.
Dass die Welt der anderen nicht um mich dreht (ohje, klingt das jetzt dumm!). Dass Leute nicht böse auf mich sind oder mich nicht mehr mögen, wenn sie mir nicht antworten, sondern das einfach heißen kann, dass sie mit anderem beschäftigt sind, sich aber trotzdem freuen, wenn ich sie in Utrecht besuchen komme. (Und auch das klingt sehr profan. Ist es sogar.)
Dass man klar aussprechen muss, was man will, und es dann sogar meistens kriegt, weil der andere endlich mal versteht, was man will, weil man nicht nur halbe Wörter spricht.
Ich hab auch noch festgestellt, wie unglaublich groß und ergiebig, das Internet ist. Da sind einfach mal ganze Bücher Fachliteratur! Einfach so! Und 100 Websites die so hilfreich sind, dass ich mir keinerlei Sorgen mehr machen muss, wie ich diese Hausarbeit schaffen soll.
Und es gibt motivierte Profs, die ihren Job wirklich gerne machen. Die einem schreiben, wenn sie totalen Stress haben, und einen voll unterstützen, obwohl sie nicht dafür bezahlt werden, am Wochenende zwischen 2 Konferenzen zu mailen.
Im Großen und Ganzen hab ich gelernt, dass es der größte Fehler ist, davon auszugehen, zu denken, dass andere Leute genau so (viel, kompliziert, abstrakt, wirsch) denken wie ich.
Nochmal zum Verständnis. Mir ist nicht grad erst aufgegangen, dass der Himmel blau ist, oder Schwerkraft existiert. Mir sind Sachen wieder bewusst geworden, die ich irgendwie vergessen hatte, und wodurch ich mich aber irgendwie ganz schön scheiße gefühlt habe. Joah. Ich glaub, das wars so ziemlich für heute von meiner Seite. Everything starts to fall in its place, weil ich einerseits anfang, Sachen wieder in "logischem" Kontext zu sehen. Und weil Sachen anfangen, voran zu gehen. Zum Beispiel die Hausarbeit-Geschichte. Oder nächstes Wochenende Utrecht. Weil es sich lohnt, Dinge anzugehen!
So viel wirres von mir. Gute Nacht und einen lieben Gruß aus Holland!
2 Kommentare:
schöner eintrag. ich schätze deine offenheit...
danke :)
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