Lustig. Wusstet ihr, dass es sowas gibt, wie "Phantom-Schampoo-Augenbrennen"?
Tja, jetzt wisst ihrs! Grad Haare gewaschen, mein Auge meint, es hätte Seife drin und fängt an zu brennen. War aber gelogen.
Die Party gestern war mal wieder gut. Schön, mal wieder alle auf einem Haufen und einfach so nen schönen Abend verbracht. Auch toll, dass Leute Tequila und sogar Zitronen mitbringen, obwohl sie mit dem Auto sind. Nur damit andere Alkohol trinken können. Hab leider nur 4 Stunden geschlafen. Macht sich langsam bemerkbar. Beziehungsweise, was heißt langsam? Ich glaube, es war die ganze Zeit bemerkbar. Müsste man jetzt aber Sara fragen, die ist möglicherweise objektiver.
Ich wollte eigentlich noch 2 Blogposts machen, inspiriert durch die Doku am Donnerstag. Ich glaub, ich kürz das ganze ein bisschen, und füll jetzt einfach die andere Hälfte damit. Ihr könnt euch dann den Rest bestimmt denken. Also:
Erstmal wollte ich 3 verschiedene Medienberichte über die Freaks bloggen, aus verschiedenen Perspektiven, einfach nur um zum Nachdenken anzuregen. Einmal liberal links, "die sind anders aber hey, anders ist super", einmal "die sind anders und scheiße" und einmal "das sind Freaks" im Sinne von einer neutralen Meinung. Aber ihr wisst ja alle, wie ihr zu YouTube kommt, also spar ich mir das ;)
Als zweites wollte ich mal ein bisschen berichten, was ich mir so zu der Doku gedacht hab. Ich war erst ein bisschen wie vor den Kopf geschlagen, weil es uns so krass darstellte, aber als Daria dann meinte "lebensnah", dachte ich, dass es stimmt. Klar, natürlich, wir haben auch Probleme. Das das jetzt Extremfälle waren, sei mal dahin gestellt. Ich hätte mir nur gern gewünscht, dass es nicht nur die Aussage ist "JesusFreaks haben auch Probleme." sondern "JesusFreaks haben auch Probleme, klar, ABER sie können damit zu Gott gehen, und dann....".
War ja aber nicht. Wieso wollen wir eigentlich von der Gesellschaft so dringend anerkannt werden? Warum nennen wir uns Freaks und finden es dann schockierend, wenn wir nicht normal wirken? Warum wollen wir normal wirken?
Mich hats schon zum Nachdenken angeregt, das die Meinung des WDRs, was als Öffentlich-Rechtlicher schon irgendwie die Gesellschaft darstellt, uns so wichtig ist. Und auch die Meinung unserer Szene über uns. Oder die Akzeptanz der Jugendallianz. Oder die Annerkennung der Arbeitskollegen / Kommilitonen. Klar, man wird von klein drauf getrimmt, aber sollte uns das nicht grad als JesusFreaks egal sein? Wollten wir nicht eigentlich uns abhängig machen, von der Meinung von Jesus?
Ich hab bei meiner YouTube-Recherche (schreibt man das so?) die alten Videos aus den Marquee-Zeiten in Hamburg angeguckt, wo mitten in der Fußgängerzone eine Kreuzigung nachgestellt wurde. Schon beeindruckend. Aber selbst würd ichs nicht machen wollen. Warum? Zu peinlich. Zu krass. Zu provokativ.
Merkt ihr's? Diese unglaubliche Diskrepanz?
Ich weiß noch nicht genau, was ich daraus machen soll. Klar passieren schon coole kleine Sachen, ich hör von den verschiedensten Leuten, dass sie im Umfeld auf Glauben und Freaks von selbst angesprochen werden und total die krassen Gespräche haben. Geht mir selbst auch so. Aber ich glaub, dass das echt erst ein absolutes Minimum ist,von dem was wir haben könnten. Wir sind so eine glatte, stylische, schöne, nette, sozial kompatible Gemeinde, aber ich glaube, wir könnten durch ein bisschen die Grenzen auszutesten, noch ne Menge reißen.
So. Denkt mal drüber nach. An alle Nicht-Freaks: Was geht sonst so? Wisst ihr schon, was ihr im Sommer macht? Ich überleg grad. Ich hätte Bock auf Südfrankreich, Altantik, zelten, vielleicht sogar surfen lernen. Werd den Sommer über wahrscheinlich dann auch den Großteil der Zeit mein Geld hier in Bochum verdienen, und nur nen Monat nach Holland gehen zum da arbeiten. Und sonst hab ich bisher nur Freakstock und Gemeindefreizeit als Urlaub geplant. Also, hat noch wer Ideen?
Jetzt ist er lang genug, der Post. Ich bin stolz, in einer Woche schon zum 2ten Mal zu posten. Yeeeha!
Bis denn, ihr Geliebten!
5 Kommentare:
"glatte, stylische, schöne, nette, sozial kompatible Gemeinde"
sehr schön beschrieben. ich wünsch mir auch in meinem Leben und in der Gemeinde mehr Radikalität, ich hab echt angst davor, dass wir uns so anpassen und die wichtigen dinge aus den augen/herzen verlieren.
Fand das Gespräch mit dir gestern richtig gut!
danke :) und cool, dass du s ganz gelesen hast. hatte angst, es wär zu viel.
ich fands auch echt n gutes gespräch gestern! komm echt ma auf n kaffee oder bier vorbei!
erst wenn du 10.000 Besucher hast :-)))
Ne, zu lang gibt es nicht, wenn nicht nur son oberflächiges Zeug geschrieben wird. ich lese immer alles. Also lass es raus. Dann kannst du es auch noch in einem Jahr lesen...
also ich bin echt mal gespannt, muss mir den film unbedingt noch anschauen! mal sehen, denke es kommt ein bißchen auf die erwartung an die man hat.
ansonsten zu unserer gemeinde, glatt-stylisch-schön-nett-sozialkomp..., ich wünsche mir auch manchmal, dass viel viel mehr geht!!! immer wieder stellt sich mir die frage, worum gehts jetzt bei uns wirklich?
ich glaube, dass es an jedem einzelnen liegt. inwieweit ich bereit bin, mit gott nicht nur sonntags unterwegs zu sein, sondern wie ich meine woche mit meinem jesus verbringe. und letzten endes, wie ehrlich ich mit jesus und mir selber bin.
im grunde genommen geht es doch um die bereitschaft mich auf jesus einzulassen, zu fragen, was er will was ich tue und dann im zweiten schritt, zu hören und zu tun, was er sagt. ob das jetzt ist krasse gespräche mit "nichtchristen" über gott zu führen oder eine kreuzigung in der innenstadt nachzuspielen. hauptsache ich tue das, was sich gott von mir wünscht.
grundsätzlich ist nach mehr zu streben total gut, denn aus träumen und hoffungen kann echt so viel sprießen!
aber es ist auch die frage, strebe ich in meinem leben nach mehr oder will ich dass andere nach mehr streben? erwartungen an andere zu stellen, an die gemeinde oder xy, kann zu ganz furchtbarer verbitterung führen!
was ich tun kann, sollte ich tun!
Amen! Amen! Amen!
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